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Dienstag, 19. August 2014

Kartoffel-Zucchini Gratin {Vom Garten auf den Tisch}

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Jetzt im August ist die Ernte aus unserem Gärtchen besonders ertragreich. In unserer kleinen Küche ist es manches mal eine Herausforderung, alle Früchte entsprechend ihrer Bedürfnisse zu verstauen, und erst recht sie zu verwerten und aufzuessen, so lange sie noch frisch sind. Zucchini-Pflanzen sind sehr dankbare Pflanzen für Garten-Anfänger wie uns. Solange sie viel Platz für sich haben (1,5-2 m²) und man diesen hin und wieder von Unkraut befreit, gedeihen sie prächtig und liefern eine reiche Ernte.

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Der Kürbis-Liebhaber weiß, dass auch die Zucchini ein Kürbis ist - Zucchini leitet sich von zucchino aus dem Italienischen ab und bedeutet „kleiner Kürbis“. Doch wenn man nur die Zucchinis aus dem Supermarkt kennt (wie wir bis dato), dann ist man überrascht, wie groß sie tatsächlich werden, wenn man ihnen die Zeit gibt.

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Wir haben aus unserer Zucchini und den Kartoffeln aus dem Garten einen Kartoffel-Zucchini-Gratin gezaubert.

Kartoffel-Zucchini Gratin (4 Portionen)
1 Knoblauchzehe
etwas Butter für die Form
ca. 1 kg Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend festkochend)
eine große Zucchini (ca. 600 g)
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
200 ml Sahne
100 ml Milch
100 g mittelalter Gouda, gerieben

Wer gern Knoblauch mag reibt die Auflaufform vor dem Buttern mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe ein. Kartoffeln schälen und zusammen mit den Zucchinis in feine Scheiben schneiden. Diese schichtet man dann dachziegelartig ein, immer abwechselnd Kartoffel- und Zucchinischeiben. Jede Schicht mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Sahne mit der Milch mischen (bei vorwiegend festkochenden Kartoffeln etwas weniger Flüssigkeit nehmen) und seitlich in die Form gießen. Dann ab in den Ofen. Nach ca. 25 min den geriebenen Käse auf dem Gratin verteilen und anschließend für weitere 25 min überbacken.
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Gute Dinge können so einfach sein. Ein Kartoffel-Zucchini-Gratin macht sich auch ohne Beilage gut. Jeder Kartoffel-Gratin lädt zu Variationen ein, es kann nicht nur Zucchini gemischt werden, eigentlich eignet sich fast jedes Gemüse zu einer „Menage à deux“. Oder einfach ein wenig Rosmarin oder Zucchini mit einschichten. So, jetzt wartet immer noch ein riesiger Kartoffelberg auf Verwendung... Mal sehn was sich noch so daraus zaubern lässt.

Bon Appetit!

Mittwoch, 6. August 2014

Mon petit jardin - Vom Glück des Gärtnerns



Es wird gegärtnert. Seit einiger Zeit haben der Freund und ich einen Garten. Naja, keinen Garten, wie ihn sich jeder vorstellt, wenn ich genau das sage: „Übrigens - wir haben jetzt einen Garten“. Eher einen Acker. Kein Rasen, der zum Chillen und Grillen einlädt, vielmehr Unkraut, dass gerupft werden will. Einen Nutzgarten halt. Aber nichts desto weniger beglückend.

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Im April bin ich auf eine Anzeige im örtlichen Wochenblatt gestoßen, „Genussgärtner gesucht“ hieß es da. Genießen kann ich - das mit dem Gärtnern lässt sich doch bestimmt lernen. Schnell war der Freund überzeugt, ein Anruf getätigt und schon standen wir mit unseren Leezen (dem Münsteraner sein geliebtes Fahrrad) am Gartenzaun. Hinein ins „Grüne Vergnügen“, wie sich unsere Parzelle nennt: 50 m² Ackerland, bereits besät mit ca. 20 verschiedenen Gemüsesorten.

Die ersten Salatköpfe waren schon erntereif, drum herum viel grünes Zeugs, das unser ungeschultes Gärtnerauge nicht zu identifizieren vermochte. Laut Ankündigung sollten sich hier noch Mangold, Rotkohl, Buschbohnen, Rote Beete, Zwiebeln, Fenchel, Erbsen, Rosenkohl, Mais und etliches mehr befinden. Da standen wir nun in unseren „Städter auf Landausflug“-Klamotten und hatten keine Ahnung, was nun zu tun war. Also einfach mal eine Harke genommen und ein bisschen rumgeharkt - sah professionell aus und die anderen anwesenden Städter auf-Landausflügler verhielten sich ähnlich.

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Einige Wochen und dutzende ausgeliehene und durchblätterte „Mein Nutzgarten“-Bücher später sind die gleichen 50 m² Ackerfläche kaum wiederzuerkennen. Die Sonnenblumen sind mannshoch, die Kürbispflanze so breit wie unser halbes Wohnzimmer. Und wir haben gelernt zu gärtnern. Ok, sagen wir, wir können nun immerhin Buschbohnen von Dicken Bohnen unterscheiden und wissen, wie man so „anhäufelt“.

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Jede Woche schleppen wir nun also einige Kilo frisch geerntetes Bio-Gemüse vom Acker nach Hause. Lernen Gemüsesorten kennen, die bis dato noch nie den Weg auf unseren Tisch gefunden haben. Und essen viel mehr Gemüse als zuvor, schließlich wäre es wirklich zu schade etwas wegzuwerfen, das man mühevoll selbst gepflegt und geerntet hat. Was unter den eigenen Händen gewachsen ist, weiß man viel mehr wertzuschätzen. Und auch der Gaumen genießt ganz anders, wenn er um die Mühen des Gärtnerns weiß. Wer kennt nicht den Genuss einer einzigen selbst gepflückten Erdbeere vom heimischen Balkon, deren Geschmack noch Minuten im Gaumen nachklingt, um Welten besser als jede Schale aus dem Supermarkt. Selber machen ist eine gute Achtsamkeitsschule, aber das ist wieder ein anderes Thema, auf das wir später vielleicht nochmal zurückkommen. Erstmal möchte ich hiermit eine kleine Reihe einleiten: 'Vom Garten auf den Tisch' und zeigen, was sich mit den heimischen Produkten alles zaubern lässt.
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