Sonntag, 16. November 2014

Rainy Sundays

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Zutaten für einen perfekten verregneten Sonntag:

- Aufwachen und liegenbleiben, den Regen durchs offene Fenster lauschen 
- Regenschirmspaziergang zu zweit zum Bäcker 
- Sofa, Kuscheldecke und Pyjama 
- Zeitung und Bücher 
- Kuchen und Kaffee oder heiße Schokolade 
- Kerzen 
- Radio 
- ausgiebiges Kochen, am besten selbstgeerntetes Gemüse 
- 'Karambolage' auf Arte gucken.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag!

Sonntag, 2. November 2014

Buchempfehlung: Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

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Ich habe ein schönes Buch gelesen: "Die Kunst ein kreatives Leben zu führen - Anregung zu Achtsamkeit" von Frank Berzbach. Auch wenn ich nicht unter dem beruflichen Druck stehe ein kreatives Leben führen zu müssen, habe ich mich in diesem Büchlein sehr wiedergefunden. Wer schon das ein oder andere Buch zum Thema Achtsamkeit gelesen hat, wird hier vielleicht gar nicht so viel neues erfahren. Aber es liest sich so schön. Die Dinge sind so schön miteinander verknpüft, immer wieder finden sich treffende und inspririerende Zitate anderer Philosophen, Forscher oder Zen-Lehrer. Ein ganzer Fundus an Lebensweisheiten tut sich auf. 

Es geht um den heutigen Büroalltag, um die herrschenden Bedingungen, Zwänge und Herausforderungen - und darum, wie man in diesem Umfeld sinnlicher Mensch bleibt. Das meiste lässt sich auch auf die Arbeitsweise nicht-kreativer Leute übertragen. Es geht darum, die tägliche Arbeit nicht im Sinne einer Work-Life Ballance zu optimieren, sondern Arbeit als gelebte Lebenszeit zu verstehen. 
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Da es mir nicht ansatzweise gelingen will die Schönheit dieses Buches in eigene Worte zu fassen, lasse ich das Buch ein wenig selber sprechen: "Jeder muss seine Mitte finden, und dort ist es ruhig und unspektakulär. Die Zen-Meisterin Joko Beck sagte in einem Vortrag 'Es gibt nichts anderes als das tägliche Leben'. Wir können diesen Satz, wenn wir kreative Arbeit und kreatives Leben nicht mehr trennen wollen, variieren: Es gibt nichts anderes als die tägliche Arbeit! Das scheinen wir aber oft zu vergessen, weil aus dem Schöpferischen eine so große Sache gemacht wird. Dabei ist auch die Kreativität nichts, was einen Heiligenschein verdient. Sie gehört zum Leben, für manche mehr, für andere weniger. Für einige ist sie der Lebensmittelpunkt. Aber selbst dann: das Leben ist vergänglich, es ist kurz. Um das unter dem Druck der Herausforderungen nicht zu vergessen, müssen wir lernen, innezuhalten." 

Bereits beim ersten in die Hand nehmen hebt sich das Buch von anderen ab: hochwertiges Papier, sehr schlichtes aber besonderes Design. Es liegt so gut in der Hand. Im Vorwort erfährt man, dass bei der Produktion andere Bedingungen als der sonst in der Buchbranche üblichen herrschten: es gab kein Terminplan, keine Deadlines, keine e-mails - stattdessen sehr viel Zeit, tintenbeschriebene Briefe und reichlich Tee. "Ginge es nach den Glaubenssätzen der Buchbranche, könnte dieses Buch jetzt nicht vor Ihnen liegen. Und doch liegt es da. Freut sich auf Sie. Lädt Sie ein: zu einem stillen Gesrpäch. Zum leisen Denken. Auch dazu, die ungeschriebenen Gesetzt, die Ihr Leben immer schneller werden lassen, zu hinterfragen. Und dazu, die Gestaltung Ihres allerwichtigsten Projektes nicht vor lauter Meetings aus den Augen zu verlieren: die Ihres Lebens." 

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Wie schön auch im Impressum folgenden Hinweis zu lesen: "Wir übernehmen Verantwortung nicht nur für Inhalt und Gestaltung, sondern auch für die Herstllung". Das Papier entstammt ökologisch bewirtschafteten Wäldern, die Druckerabwärme wird für die Beheizung der Büroräume verwertet. 

Als Antwort auf zunehmenden Stress und Hektik im Büro empfiehlt er die schlichte Zubereitung einer Tasse Tee nach japanischer Teezeremonie - genau das werde ich jetzt tun.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Eine Wanderung auf dem Rothaarsteig

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Seit Jahren wollte ich mal eine richtige Wanderung machen. Nicht nur ein verlängerter Spaziergang, sondern wirklich "wandern". Diese Woche hat es endlich geklappt. Der Freund und ich sind zwei Tage auf dem Rothaarsteig im Sauerland unterwegs gewesen.
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Los ging es in Willingen, dank Semesterticket mit einer kostenfreien Anreise. Der steile Anstieg zu Beginn trieb mir ganz schön die Schweißperlen auf die Stirn und ließen erste Zweifel an der Aktion aufkommen - wäre ein chilliger Tag auf dem Sofa nicht doch schöner gewesen?! Man muss wissen, dass ich bis auf wenige Ausnahmen nicht so der sportliche Typ bin, der es liebt sich zu quälen. Ich bewundere alle, die die Motivation aufbringen können, sich 42 km durch einen Marathon zu treiben oder ähnliches zu vollbringen. Für mich wäre das nichts, dazu wohnt ein zu großer Faulpelz in meinem Hause. Doch ich muss sagen: die Anstrengung hat sich gelohnt! Was für ein herrliches Gefühl auf dem Langenberg, der höchste Berg NRWs, zu stehen, ein Päuschen einzulegen und seine geschmierten Bütterkes zu essen - sie haben noch nie so gut geschmeckt! So ein bisschen Anstrengung macht vielleicht die Pausen nur noch schöner.
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Wir liefen also durch Fichten-, Buchenwälder und durch Hochheiden, begleitet von schönstem herbstlichen Sonnenschein. An einer ruhigen Bank mit herrlicher Aussicht gab es ein Sektchen und Kuchen - der Geburtstag des Freundes musste schließlich angemessen angestoßen werden. Als wir nach gut 18 km abends in Elkeringhausen eintrudelten und in unsere Pensionsbetten fielen, waren wir ganz schön platt, aber zufrieden. Am nächsten Tag ging es weiter über Winterberg zum Kahlen Asten. Die Strecke war leider nicht so schön, da sie die meiste Zeit neben einer großen Landstraße verlief und der Lärm verhinderte, dass man sich fernab jeglicher Zivilisation wähnen konnte.
Jetzt bin ich wieder daheim, mit Muskelkater in den Waden - aber dafür mit einem durchgepusteten Kopf. Wie schön, so viel Zeit in draußen zu verbringen. Nichts weiter als einfach nur gehen, manchmal innehalten, schweigen und lauschen, manchmal Gespräche. Das Glück kann so einfach sein.
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Fest steht, die nächste Wanderung wird nicht so lange auf sich warten lassen!
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